Alunbruksgatan 6, stenhuset.jpg

WOHNEN

Södra bruket ist ein alter industrieller Aufstellungsort, der wegen seines historischen Interesses konserviert werden soll. Es befindet sich 1 Kilometer Süden von Degerhamn, bei Kalmarsund.

Es gibt sechs Häuser, eine Mühle und einen Schmiede vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Heutzutage enthalten die sechs Häuser dreiuntdreissig moderne Wohnungen und eine Museum Wohnung und dort sind total einunddreissig Herbergeräume. Wenn alle Räume und Wohnungen und alle Betten benutzt werden, gibt es ungefähr zwei Hunderte Betten.

Viele unserer Besucher sind Vogel Beobachter und Naturgeliebte, die am Stora Alvaret und einige andere Plätze auf Öland interessiert sind. In der Sommerzeit sind Familien unsere häufigsten Boen. Die Umlagerungen sind gut für Kinder verwendbar. Der Spielplatz ist sehr populär.

Die Anpassung wird auch sehr gut entsprochen, um Tätigkeiten zu gruppieren und zu kursieren. Die Kurs- und Konferenzräume sind von den unterschiedlichen Größen. Normalerweise haben wir auch ein grosses Parteizelt in der Sommerzeit.

Film aus Museumwohnung an Södra Bruket

 

Alunbruksgatan 1 o 2

Die Alaungeschichte

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Stenhuset.
Bod
Liten strandbod.
Skorsten
Alunbruksskorsten
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Södra Brukets kvarn som användes för att pumpa vatten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Södra Bruket
Die kleine Ortschaft Sodra Bruket ist 1804 um eine Alaunfabrik herum entstanden. Die Wohnhäuser sind alle noch in bewohnbarem Zustand während von den Fabriksanlagen nur noch Ruinen und Grundmauem überragt vom a1ten Fabrikschornstein, erha1ten sind. Ausnahmen bilden die Windmühle und gleich daneben die a1te Schmiede, ein weiss gestrichenes Steingebäude. Die Windmühle, heute in restauriertem Zustand, ist zum Wasserpumpen errichtet worden und daher nicht zum Getreidemahlen zu gebrauchen.

Ölands Alaunsidereien
Die A1aungewinnung auf Öland begann 1723 im etwa einen Kilometer nördlich von Södra Bruket gelegenen Degerhamn. An dieser Stelle trat Alaunschiefer zu Tage und konnte leicht in Tagebau abgebaut werden. Die Alaunvorkommen lockten Unternehmer, die Gewinnung zu versuchen, denn Alaun war seit jeher ein begehrtes Mittel für verschiedene Zwecke. Es wurde in der Medizin zum Blutstillen und Desinfizieren benutzt; es fand Verwendung als Beize beim Tuchfärben und bei der Papierherstellung zum Aufrauhen der glatten Oberfläche sowie zum Gerben von Häuten.

In Degerhamn war auch ein guter Hafen vorhanden. Und so wurde eine Alaunsiderei angelegt, zunächst jedoch nur als Probebetrieb, da zum Alaunsieden viel Holz gebraucht wird und Holz auf Öland knapp war. Der Betrieb bekam von der königlichen Provinzverwaltung das Recht auf Brennholzkäufe in einigen Dorfern in Småland, also auf dem Festland, bewilligt, und das Holz wurde auf Booten herübergebracht.

Der umgekehrte Verkehr war jedoch wirtschaftlicher . Schiefer lässt sich billiger transportieren als sperriges Brennholz. Und so siedelte der Betrieb auf die andere Seite des Kalmarsundes über, wo sich schräg gegenüiiber von Degerhamn ein geeigneter Platz an der Mündung des Loversbaches fand. 1724 nahm das neue Werk den Betrieb auf. Der Schiefer wurde nun auf werkseigenen Booten von Degerhamn zum Festland transportiert.

Das Werk, das sich Lovers Bruk nannte, erfuhr bald eine erhebliche Erweiterung. 1748 bestand die Belegschaft aus 50 bis 60 Männern und Frauen. Der Jahresverdienst einer Person betrug 50 bis 60 Reichstaler und die Arbeit im Werk dauerte acht bis neun Monate im Jahre.

Lovers Bruk arbeitete mit gutem Erfolg und exportierte grosse Mengen A1aun nach ganz Europa. Nach etwa 100 Jahren, um1830, begann die Wirtschaftlichkeit nachzulassen. Ein schwerwiegender Kostenpunkt war der hohe Bedarf an Brennholz. Diesem Problem konnte jedoch durch eine neue Verbrennungstechnik begegnet werden.
Der Schiefer muss vor dem Auslaugen geröstet werden, was bedeutet, dass die organischen Bestandteile aus dem ölhaltigen Schiefer herausgebrannt werden. Das Rösten geschah auf dem Feuerplatz, wo Stapel von Schiefer angezündet wurden und solange brannnten, bis alles organische Materiel verbrannt war.

Die neue Idee war nun, den Schiefer als Brennmaterial zu verwenden. Die Brennöfen wurden dafür 1823 umgebaut und das Werk war nun das leidige Brennholzproblem los.

Jetzt machte es auch keinen Sinn mehr, den Alaunschiefer zum Fest1and zu verfrachten. Deshalb siedelte das ganze Werk urn und wieder an den Ursprung zurück. 1841 nahm es den Betrieb in Degerhamn auf und ging einer neuen Blütezeit entgegen. Lovers Bruk arbeitete noch etwa 50 Jahre.

Aber schon  lange vor dem Umzug nach Degerhamn bekam Lovers Bruk Konkurrens gleich nebenan. Die A1aunherstellung war offenbar so lohnend, dass Geldleute darin eine gute Kapitalanlage sahen. 1804 bekamen der Rittmeister Axel Adelsparre und der Kaufmann Th. Foenander aus Kalmar die Rechte auf ein Alaunwerk in Degerhanm. Der Rohstoff, ölhaliger Alaunschiefer, war reichlich vorhanden.

Das neue Werk, das den Namen Ölands Alunbruk bekam, wurde einen knappen Kilometer südlich von Degerhamn angelegt und ist die Ansiedlung, die heute als Södra Bruket bekannt ist. Der Betrieb nahm einen raschen Aufschwung und schon 1807 war Ölands Alunbruk der grösste von Skandinaviens acht Alaunherstellern. 1822 zaälte die Belegschaft 322 Personen. Auch von hier gingen grosse Mengen Alaun nach ganz Europa.

Die Gründer des neuen Werkes mussten sich von vornherein darauf einstellen, Arbeitskraft vom Festland zu holen. Es bedurfte unter anderem guter Wohnungen, um Leute dazu zu bewegen, auf die karge Insel überzusiedeln, wo Wind und Wetter am baumlosen südwestlichen Küstenstreifen freies Spiel hatten. So enstanden um 1806 die soliden Arbeiterwohnhäuser, die heute noch an der Werkstrasse mit der schönen Almenallee stehen.

Sonst lebten die Arbeiter unter ähnlichen Verhältnissen wie andere lndustriearbeiter im Schweden des 19. Jahrhunderts. Die Wohnungen waren zwar gut gebaut und nicht zugig, aber die Menschen lebten darin in einer heute unvorstellbaren Enge. Eine Wohnung bestand aus einem Raum, der gleichzeitig Wohnraum und Küche war. Es kam vor, dass kinderreiche Familien mit 10 bis 15 Personen in einer Wohnung lebten. Oft hatten die Familien noch Junggesellen als Mieter in ihrem einen Raum.

Eine Wohnung in einem der langen Häuser ist als Museumswohnung bewahrt worden in dem Zustand, in dem sie sich am Ende des 19. Jahrhunderts befand. Da batten die Wohnungen aber schon eine Modernisierung durchgemacht und bestanden jetzt aus Wohnzimmer und Küiche, also zwei Räumen.

Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Arbeiter unterschieden sich wohl kaum von denen der Industriearbeiter im Allgemeinen. Bei Beginn einer Anstellung durfte eine Familie im werkseigenen Kaufladen auf Kredit einkaufen bis die erste Löhnung ausbezahlt wurde. Der Verdienst reichte aber in aller Regel nicbt aus, um die Schulden abzuzahlen. Auf diese Weise hatte der Fabriksbesitzer eine Handhabe, die Angestellten im Werk zu halten. Wenn sie wegziehen wollten, mussten sie erst ihre Schulden begleichen.

Ein Zeichen der neuen Zeit - Zement
Trots allen wirtschaftlichen Erfolges war die Zeit der Alaunwerke gegen Ende des Jahrhunderts abgelaufen. Vermutlich konkurrierten grossindustrielle, wirtschaftlichere Metoden der Alaunherstellung die alten Siedereien aus. Lovers Bruk wurde 1875 verkauft und die Herstellung eingestellt. Derselbe Käufer übemahm auch Ölands Alunbruk 1886. Aus dieser Zeit, da beide Werke denselben Besitzer hatten, stammt die Bezeichnung Södra Bruket, das Südwerk. Die Alaungewinnung wurde zwar noch einige Jahre in verkleinertem Rahmen weiterbetrieben. Doch die Zeit war auch für dieses Werk vorbei und 1890 hörte die Arbeit auf. Damit endete die öländische Alaunepoche.

Den Leerraum füllten bald andere mächtige Interessen aus. In Degerhamn etablierte sich die Zementherstellung, die dem Ort durch den enorm gestiegenen Zementverbrauch des ausgehenden alten und noch mehr des neuen Jahrhunderts zu neuer Blüthe verhalf Aber für Södra Bruket blieb nur die Rolle, die gut erhaltenen Wohnhäuser als Arbeiterwohnungen zur Verfügung zu stellen. Die alten Fabriksgebäude verfielen, und weil sie niemand brauchte, hatte auch keiner das Interesse, Geld in die Unterhaltung der Gebäude zu stecken. Als Erinnerung an vergangene Blütezeiten steht der Fabrikschornstein inmitten überwachsener Schutthaufen und Grundmauern.

Ein anderer Überrest aus dieser Zeit sind die Halden von Schieferasche, die zu beiden Seiten der Werkstrasse liegen, besonders deutlich zu sehen auf der Seite zum Wasser hin. Die Halde erreicht fast die Höhe des Hausdächer. Ein Teil der Asche fand später bei der Zementherstellung Verwendung; deshalb sind die Halden heute nicht mehr ganz so hoch wie zu Anfang. Sie sind jetzt auch von Gebüsch und Bäumen bewachsen und erscheinen bei einem
flüchtigem Blick beinahe schon als natürliche Erhebungen. Bei genauerem Hinsehen erkennt man jedoch noch sehr gut den rot ausgebrannten Schiefer.

Für die Zementherstellung wird der Kalkstein heute noch auf riesigen Kalksteinflächen gleich hinter Södra Bruket abgetragen östlich der Landstrasse, die nach Ölands Södra Udde führt. Aber auch die Zementepoche muss sich neuen Zeiten anpassen. Der Verbrauch ist in dem Masse zurückgegangen, in dem die gewaltigen Bauvorhaben des 20. Jahrhunderts zuende geführt worden sind, zum Beispiel hat sich der Wohnungsbau in den Städten stark vermindert. Der Markt ist in etwa - jedenfalls für die gegenwartigen Bedürfnisse - gesättigt. Das Zementwerk in Degerhamn arbeitet noch, aber die Prozessabläufe sind so stark rationalisiert, dass nur noch wenig Menschen beschäftigt sind. Und so werden auch die Wohnungen in Södra Bruket nicht mehr als Werkswohnungen gebraucht. Sie wurden gründlich renoviert und dienen heute als Touristenwohnungen. Als solche erfreuen sie sich grosser Beliebtheit und so erlebt Södra Bruket eine Blütezeit neuer Art.

Die Alaunherstellung
Eine Beschreibung der Alaunherstellung jener Zeit mag eine Vorstellung davon vermitteln, wie es in Sodra Bruket zur Blütezeit des Ortes zugegangen ist.

Der Alaunschiefer wurde im Tagebau von Hand mit Brecheisen und Hacke abgebaut und auf dem Feuerplatz in grossen Stape1n geröstet.

Beim Rösten der grossen Mengen Alaunschiefer enstand ein weissgelber Qualm, der unter anderem Schwefeldioxid enthielt. Die übelriechenden Rauchschwaden bereiteten den Bewohnern der Umgegend viel Unbehagen und verursachten Proteste der Bevolkerung. Die Behörden mussten wiederholte Male die Ungefährlichkeit des Rauches bescheinigen.

Der geröstete Schiefer kam in hölzerne Auslaugtröge, die aus Eichenplanken bestanden und 2 x 2 Meter massen. Davon gab es 160 Stück. Das Wasser zum Auslaugen kam aus einem Teich am Südende des Werkes. Bei Trokenheit pumpte die Windmiühle Grundwasser herauf

Die Lauge, die in den Trögen entstand, wurde in einer hölzernen Rohrleitung in den Laugenbrunnen geleitet und von dort in die bleiernen Siedepfannen der Siederei zur Eindunstung.

In der Siederei enstand eine konzentrierte Alaunlösung, die aber noch mit Verunreinigungen vermengt war. Die Lösung kam dann in Kühlwannen, an deren Wänden sich ein gelber Schlamm absetzte. Dieser Schlamm wurde abgekratzt, getrocknet und gemahlen und als Rotfarbe verkauft. Die Rotfarbe wurde zum Anstreichen von Holzhäusern benutzt und gab den Holzwänden einen guten Schutz gegen Wettereinflüsse. Aber Rotfarbe war auch
Nebenprodukt einer anderen fur Schweden bedeutenden Erwerbsquelle, nämlich dem Kupferbergbau und der Kupferverhüttung.
Nachdem die Lauge abgekühlt war, wurde sie in Kristallisationsbecken geleitet. Von diesen Becken gab es 39 Stück im sogenannten Beckenhaus, das an der Fabrikstrasse gerade unterhalb des Fabrikschornsteins lag.

Die Kristalle, die sich in den Becken absetzten, nannte man Saffian, aus dem die Verunreinigungen herausgewaschen wurden. Die Kristal1e wurden noch einmal in möglichst wenig Wasser gelöst, und es kam nun zur endgültigen Kristallisation des Alaun. Das fertige Alaun wurde im Packhaus, das gleich neben dem Beckenhaus an der Strasse lag, in Fässer abgefüllt. Die Fässer stellte eine werkseigene Fassbinderei her.

Friedemann Ludtke, Stigtomta, März 2000

Quelle: Die historischen Daten sind der Broschüre Alunbruken i Degerhamn (Alaunwerke in Degerhamn) entnommen, herausgegeben von der Provinzverwaltung in Kalmar (Länsstyrelsen i Kalmar län), 1984

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SÖDRA BRUKET

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Email: info@sodrabruket.com
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Ausgedruckt: 21 November 2017
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